5 ultimative Gründe, weshalb es zentral ist, die eigene Einzigartigkeit zu leben

 16. September 2019  
Nando Stöcklin
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 16. September 2019  
Nando Stöcklin

Es gibt fünf Gründe, weshalb es zentral ist, dass du deine Einzigartigkeit lebst. Nicht nur das: Weshalb es in Zukunft noch wichtiger ist! Diesem letzteren Aspekt habe ich ein langes Kapitel gewidmet, das es in sich hat. Bleib also dabei bis zum Schluss.

1. Grund: Du BIST einzigartig

Genau wie jeder andere Mensch hast auch du ein einzigartiges Set an Eigenschaften mit auf die Welt gebracht, deine Veranlagung. Du hast deine Begabungen. Dir fallen Dinge leicht, die anderen schwerfallen. Dinge, die dir so leicht erscheinen, dass du dir gar nicht vorstellen kannst, dass andere sich damit schwertun.

Die Vorstellung, es gäbe begabte und nicht begabte Menschen, schwache und starke Schülerinnen und Schüler, stimmt aus diesem Blickwinkel nicht. Jeder Mensch ist begabt. In der Vergangenheit – und leider oft noch heute – waren einfach nicht alle Begabungen gefragt.

Lebe deine Einzigartigkeit! 5 essentielle Gründe

In der Schule gelten nur jene als begabt, die sich beispielsweise in einer neuen Sprache schnell zurechtfinden oder die logische mathematische Zusammenhänge schnell begreifen. Wer sich gut in andere Menschen hineinversetzen oder Dinge konsequent hinterfragen kann, wer die Begabung hat, seinen eigenen Weg zu gehen, wer mit grosser Ausdauer Berge erklimmen kann oder wer Gerüche ausnehmend gut wahrnimmt, hat Pech gehabt. Das sind Talente, die nicht zählen.

Wenn ich hier die Schule so betone, dann aus gutem Grund. Jene Schülerinnen und Schüler, die als schwach gelten, verlassen die Schulzeit oft mit einem verminderten Selbstwertgefühl. Einem Gefühl, den Anforderungen nicht gewachsen zu sein. Nichts zu taugen. Ihr Fokus liegt auf den Anforderungen, die an sie herangetreten werden und nicht auf ihrer Einzigartigkeit. Weil tatsächlich diese Anforderungen während der ganzen Schulzeit bestimmend waren. Und das ist zentral, wie wir später sehen werden.

Wichtig hier: Jeder Mensch, wirklich jeder Mensch hat seine Begabungen und Stärken! Lass dir nichts anderes einreden. Und jeder Mensch hat nicht nur seine Begabungen, sondern auch seine Interessen, seine Erfahrungen, sein Netzwerk. Kurz: Jeder Mensch ist einzigartig.

2. Grund: Du kannst dein Potenzial nur entfalten, wenn du deine Einzigartigkeit lebst

Da du einzigartig bist, ist die logische Konsequenz, dass du dein Potenzial nur ausschöpfen kannst, wenn du deine Einzigartigkeit auslebst. Du kannst dein Potenzial nicht entfalten, wenn du Dinge tun musst, bei denen deine Begabungen und Interessen gar nicht gefragt sind. Wer ein Leben lang in einem Büro Akten wälzt oder in einer Fabrik Bleche stanzt, aber das Zeug hat, Menschen zu begeistern, der wird nur an den Leistungen gemessen, die er im Büro oder in der Fabrik erbringt. Ob er da Menschen begeistern kann, interessiert niemanden.

Wenn es ganz dumm läuft, wirst du dann im Büro oder in der Fabrik – immer als Beispiele gedacht – pensioniert mit dem Gefühl, das Leben sei an dir vorbeigezogen. Was bleibt, ist eine innere Leere.

Leider geht es Millionen von Menschen so. Sie haben ihre Einzigartigkeit entweder nie kennengelernt oder hatten nie den Mut, sie auszuleben. Sie hatten ihr Potenzial nicht entfaltet. Und damit auch nicht ihre Persönlichkeit. Wie ein Grizzlybär, der im Zoo eingepfercht ist und regelmässig gefüttert wird.

3. Grund: Du musst deine Einzigartigkeit leben, um dich pudelwohl zu fühlen

Dreimal kannst du raten: Wann fühlt sich ein Grizzlybär wohler? Wenn er den ganzen Tag in seinem Käfig die engen Grenzen abschreitet und sich zwischendurch sein Futter fast in das Maul kippen lässt oder wenn er in freier Wildbahn umherwandert und sich sein Futter mühsam suchen muss?

Naja, bei Grizzlybären weiss ich es nicht so genau, wohl aber bei Menschen. Menschen haben drei psychische Grundbedürfnisse. Also so was wie Nahrung für die Seele. Dies sind:

  • 1
    Sie wollen sich von ihrem Umfeld geliebt fühlen, so wie sie sind.
  • 2
    Sie wollen bedeutungsvoll, nützlich, wirksam sein und so täglich wachsen und sich entfalten.
  • 3
    Und sie wollen selbst entscheiden können, um auszuleben, was ihrer Einzigartigkeit entspringt.

Gehen wir wieder davon aus, dass du in einem Büro Akten wälzt oder in einer Fabrik Bleche stanzt – was auch immer – deine Talente dabei aber nicht wirklich zur Entfaltung kommen. Das Umfeld kann trotzdem stimmen, und du kannst dich trotzdem akzeptiert oder vielleicht gar geliebt fühlen.

Beim zweiten Punkt wird es aber richtig schwierig. Je nach Job fühlst du dich vielleicht sogar bedeutungsvoll und nützlich. Aber wächst du wirklich täglich? Du kannst dich vielleicht entwickeln, aber nie dein Potenzial wirklich entfalten. Was bleibt, ist eine innere Leere.

Und auch der dritte Punkt ist schwierig. Möglicherweise arbeitest du mit hoher Autonomie. Aber die Autonomie geht nie so weit, dass du die Weichen so stellen kannst, um dein Potenzial zu entfalten. Wie der Grizzlybär, der entscheiden kann, ob er in die linke oder in die rechte Ecke seines Geheges stapfen soll.

Seine Individualität, aber auch die Einzigartigkeit der anderen Menschen zu akzeptieren und damit umzugehen ist eine lebenslange Herausforderung.

– Remo Largo

In der Realität sieht es oft noch düsterer aus. Nehmen wir die Fabrik als Beispiel. Kaum jemand dürfte diesen Job lieben, dürfte seine Einzigartigkeit dabei so richtig zum Fliegen bringen. Es gibt Gerangel um die spannenderen Positionen. Das hinterlässt Spuren, von innerer Leere, latenter Unzufriedenheit bis zu Depressionen, Alkoholsucht und ähnlichem. Sich in einem solchen Umfeld zu bewegen macht es nicht leichter. Da ist es beispielsweise auch schwierig, geliebt zu sein.

Am besten lebst du deine Einzigartigkeit, dann erübrigen sich solche Spekulationen. Du fühlst dich zumindest bei der Arbeit pudelwohl – hm, wobei, du würdest die Tätigkeit gar nicht als Arbeit bezeichnen, denn du liebst sie!

In diesem Artikel habe ich übrigens beschrieben, was du brauchst, um glücklich zu sein. Die Einzigartigkeit auszuleben ist ein wesentlicher Punkt.

4. Grund: Die Welt braucht deine Einzigartigkeit!

Diesen Punkt können wir von der eher spirituellen als auch von der ganz praktischen Perspektive angehen. Lass und bei der spirituellen Perspektive starten.

Du hast also dein ganz persönliches Bündel an Fähigkeiten und Interessen mit auf den Weg bekommen. Wieso? Damit du dann ein Leben lang in der Fabrik sitzt? Wozu hast du dann deine Talente? Du hast deine Talente, um sie zu entfalten und du sollst sie entfalten, um damit etwas für die Gemeinschaft zu tun. Die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. 

Wer diese Argumentation ablehnt, wer denkt, die persönlichen Veranlagungen seien einfach Zufall oder per Gene definiert, dem habe ich zwei weitere Argumente:

Wenn du deine Einzigartigkeit nicht lebst, wenn du also deine psychischen Grundbedürfnisse nicht lebst, dann entsteht in dir eine innere Unruhe, eine innere Leere. Die versuchst du zu füllen. Richtig füllen kannst du sie nur, indem du deine Einzigartigkeit lebst. Nur dann fühlt sich alles richtig an.

Tust tu das nicht, greifst du zu anderen Strategien. Du versuchst die innere Leere durch Ersatzbefriedigungen zu stopfen. Das fühlt sich etwa so an, wie wenn Charlie Chaplin in "Goldrausch" seine Schuhe isst. Sein Magen knurrt zwar nicht mehr, aber genährt ist er trotzdem nicht. Du isst zwar nicht deine Schuhe, aber vielleicht kaufst du Schuhe und empfindest eine Woche lang Freude daran. Dann stellt sich die innere Leere schon wieder ein. Du brauchst wieder neue Schuhe. Oder einen Porsche. Oder regelmässig ein Gläschen Wein, eine Portion Schokolade oder was auch immer.

Konsum ist eine typische Strategie, mit Ersatzbefriedigungen die innere Leere zu füllen. Mit unserem Konsumverhalten richten wir oft beträchtlichen Schaden an. Egal ob in der Familie (Stichwort: Sucht) oder ob wir den Planeten im Fokus haben. Würden wir alle weniger konsumieren, hätte zwar die Wirtschaft keine Freude, der Planet aber schon.

Und das letzte Argument: Nur wer ganz bei sich ist, wer sich lebt, kann anderen wirklich dienen. Du kannst nur für andere leuchten, wenn du bei dir bist und deine Persönlichkeit zum Leuchten gebracht hast. Bist du nicht bei dir, brauchst du ganz viel Energie, um die innere Leere zu füllen oder um zu dir zu finden.

Die Gesellschaft braucht dich mit deiner Einzigartigkeit!

5. Grund: Die digitale Transformation beendet das Zeitalter der grauen Masse und schreit nach deiner bunten Einzigartigkeit!

Kennst du den Roman "Momo" von Michael Ende? Wo immer mehr grau gekleidete Herren auftauchen? Die die Menschen überzeugen wollen, Zeit zu sparen und effizienter zu sein.

Dieser Roman entstand vor dem Hintergrund der fortschreitenden Industrialisierung. Für mich ist "grau" perfekt gewählt. Lass uns auch das aus der Perspektive der Einzigartigkeit betrachten.

5 Gründe, weshalb es zentral ist, die eigene Einzigartigkeit zu leben

Das Paradigma der industriell geprägten Gesellschaft

In der industriell geprägten Gesellschaft war die Einzigartigkeit selten gefragt. Gefragt war, dass wir uns einfügen konnten, die an uns gestellten Erwartungen erfüllten.

Was war denn das Paradigma der industriell geprägten Gesellschaft? Was war der Pol, an dem sich die ganze Gesellschaft ausgerichtet hat?

Die Menschheit hat sich daran orientiert, was sie als Geheimnis zum Erfolg betrachtet hat. Und was war das?

Erwartungen Dritter zu erfüllen. Im besten Fall zu übertreffen. Mit anderen Worten: Orientierung an der Leistung. Ja, ich betrachte Leistungsorientierung als das Paradigma der industriell geprägten Gesellschaft.

In der Schule galt es, Leistung zu erbringen, die von anderen definiert worden ist. Nach der Schule oder dem Studium suchten sich die allermeisten Menschen einen Job. Da galt es wiederum Leistungen zu erbringen, die andere festgelegt hatten.

Wie wohl man sich dabei fühlt, spielte eine untergeordnete Rolle, sowohl in der Schule, wie im Arbeitsleben.

Arbeitest du wegen dem Lohn oder lebst du deine Leidenschaft?

Es gibt vier Motivationsarten:

Belohnung

Status

Sinn

Spass

Wir handeln aus mindestens einer dieser Motivationen heraus – oftmals sind mehrere Motivationen beteiligt, aber eine dominant.

Die vier Motivationsarten sind auf einer Skala aufgestellt. Die Belohnung ganz links ist am meisten fremdbestimmt. Tust du etwas, um eine Belohnung zu erhalten (oder eine Bestrafung zu vermeiden), würdest du das ohne Belohnung nicht tun. Ähnlich, aber etwas abgeschwächter, ist es beim Status.

Engagierst du dich vielleicht ehrenamtlich? Dann ist der Sinn die treibende Kraft. Stellt sich plötzlich heraus, dass die Sache vielleicht gar nicht so sinnvoll ist, dann ist deine Motivation sofort futsch.

Nur wenn der Spass am Tun die treibende Kraft ist, handelst du selbstbestimmt. Du tust etwas einfach aus Freude am Tun. Deine Hobbys gehören (hoffentlich) in diese Kategorie (gerade beim Sport kann beispielsweise auch der Status im Vordergrund stehen).

Nur wenn du aus Freude, aus Spass an der Sache handeln, kannst du sämtliche drei psychischen Grundbedürfnisse stillen.

Nur dann kannst du deine Einzigartigkeit leben.

Leistungsorientierung

In der industriell geprägten Welt dachten wir aber von links her: Zuerst galt es, einen sicheren Job zu ergattern, damit wir mit dem Lohn unseren Lebensunterhalt bestreiten konnten.

Logisch, denkst du jetzt vielleicht, jeder muss ja leben. Dem widerspreche ich nicht, aber das ist auch auf anderem Wege zu erreichen.

Doch schauen wir erst mal weiter. Haben wir uns einen sicheren Job geangelt, legen etliche Menschen ihren Fokus darauf, die Karriereleiter hochzusteigen. Also im Status zu steigen.

Viel weiter kamen die meisten Menschen nicht. Fühlt es sich wirklich sinnvoll an, den ganzen Tag Löcher in Bleche zu stanzen? Zu versuchen, jemandem eine Versicherung anzudrehen? Oder an der Kasse Produkte über einen Scanner zu ziehen?

Das rechte Ende der Skala erreichten die wenigsten Menschen. Wirklich leidenschaftlich bei der Sache zu sein – welch ein Glück! Denn das Glück wartete ja tatsächlich ganz rechts aussen (das darf jetzt nicht politisch interpretiert werden...)

Es sah also eher so aus:

Belohnung

Status

Sinn

Spass

Zusammengefasst: Der Fokus lag bei der fremdbestimmtesten aller Motivationsarten. Zuerst waren die Anforderungen, die Jobs, die Lehrpläne. Menschen mussten sich diesen Anforderungen unterordnen. Sie schlüpften in sie hinein, wie in einen Stiefel. Sie passten sich ihnen an. Sie bekämpften sich gegenseitig, um einen Stiefel erobern zu können. Vor allem die schickeren Exemplare, wenn es darum ging, die Karriereleiter nach oben zu klettern, waren rar und das Gerangel wurde immer grösser.

Das förderte kein soziales Miteinander, sondern Wettkampf und Konkurrenz.

Mit jeder Anforderung von aussen, die Menschen erfüllen mussten, töteten sie einen Teil von sich ab.

Sie konnten nicht das tun, was sie eigentlich wollten: Ihre Einzigartigkeit leben.

Das ändert sich mit der digitalen Transformation

Computer und das Internet verändern unsere Gesellschaft nun fundamental. Bei diesem Umbruch geht es nicht darum, dass jetzt ein paar Algorithmen ein paar Tätigkeiten übernehmen können.

Es geht um ein neues Paradigma, an dem sich die Gesellschaft ausrichtet.

Computer übernehmen jene Tätigkeiten, die am wenigsten Spass machen. Das ist eine etwas vereinfachte Beschreibung, da es auch Ausnahmen gibt. Grundsätzlich übernehmen Computer jene Aufgaben, die sich in Einzelschritte unterteilen lassen. Einzelschritte, die sich einem Algorithmus beibringen lassen. Routinetätigkeiten. Am stärksten Bedroht von der digitalen Transformation sind folglich Jobs, die nur aus Routinetätigkeiten bestehen. Köche. Bäckerinnen. Bibliothekare. Taxi-Fahrerinnen. All das können wir Algorithmen beibringen.

Gemäss ökonomischen Analysen fallen in den nächsten 15 Jahren rund 40-50 Prozent aller Jobs der digitalen Transformation zum Opfer. Das ist heftig!

Glücklicherweise entstehen auch neue Jobs. Das sind zumeist komplexe Tätigkeiten mit hohen Anforderungen an Problemlösefähigkeit, Kreativität und Sozialkompetenz. Kurz: Alles roboterartige geht an Roboter über, dem Menschen bleibt das, was Computer nicht können, das Menschliche.

Das Menschliche fördern wir nicht durch Fremdbestimmung. Es reicht nicht, jemandem Tausend Euro in die Finger zu drücken und zu sagen: Sei kreativ und löse mir dieses Problem!

Das Menschliche müssen wir auch gar nicht fördern. Es ist schon da, von Anfang an.

Wir müssen es nur erhalten.

Was ist das Menschliche?

Was macht dich als Menschen aus?

Deine Einzigartigkeit. Du bist dann im Element, wenn du dein ganzes Wesen entfalten kannst. Dann sprühst du vor Energie und Kreativität. Dann fühlst du dich pudelwohl. Das sind beste Voraussetzungen, um gemeinsam mit anderen kreativ Probleme zu lösen.

Das Paradigma der digital geprägten Gesellschaft

Also: Routinetätigkeiten fallen immer mehr weg zugunsten von kreativen, herausfordernden Tätigkeiten. Gefragt ist das Menschliche. Das ergibt eine Verlagerung von Fremdbestimmung zu Selbstbestimmung.

Es stellt sich die analoge Frage wie oben: Nach was richten sich Menschen in der digital geprägten Gesellschaft aus? Wo liegt ihr Pol?

Und wieder können wir gleich vorgehen und die Frage nachschieben: Was ist das Geheimnis, um erfolgreich zu sein?

Erfolgreich ist, wer seine Einzigartigkeit lebt.

Sehen wir uns nochmals auf der Motivationskala an:

Belohnung

Status

Sinn

Spass

Am Kreativsten, am meisten Mensch bist du, wenn du aus Spass handeln kannst. Und weisst du was? Wenn du das schaffst, nimmst du die Vorteile aller anderen Motivationen mit. Meistens jedenfalls.

Das heisst, die Richtung kehrt sich um. 

Und jetzt kommt das Rezept in vier Schritten:

1

Vertiefe dich in das, was dir wirklich Freude bereitet im Leben. Das, wo du leicht in Flow gerätst und alles um dich vergisst. Lebe deine Einzigartigkeit. Versuche nicht, dich in einen vorgefertigten Stiefel zu zwängen, entwickle den Stiefel (also den Job), der optimal zu deinem Fuss passt.

2

Deine Einzigartigkeit zu leben fühlt sich für dich immer sinnvoll an. Das Ergebnis der zweiten Motivationsstufe von rechts erhältst du kostenlos mit.

3

Wenn du deine Einzigartigkeit lebst, wer kann dann mit dir mithalten? Richtig, niemand. Du lebst DEIN Ding und das ist nur ganz alleine deines. Du tust das unweigerlich supergut. Konkurrenz gibt es nicht. Den Status erhältst du ebenfalls automatisch mit. Die Kosten: Investierte Zeit, bis du deine Einzigartigkeit so richtig zu blühen bringst.

4

Das letzte Element ist die Belohnung. Irgendwie musst du deinen Lebensunterhalt bestreiten können. Und das ist jetzt neu, deshalb war dieser Weg in der industriellen Gesellschaft für viele sehr schwierig. Mit einem hohen Status ist es dir dank des Internets mit hoher Wahrscheinlichkeit möglich, Geld zu verdienen. Wieso? Deine Leidenschaft ist es vielleicht, ökologisch produzierte Säcke herzustellen, die die Umwelt nicht belasten. In der industriell geprägten Gesellschaft wäre es dir viel schwieriger gefallen, ausreichend Kunden zu finden. In deiner Region hätten sich vielleicht nur eine Handvoll Menschen dafür interessiert. Dank dem Internet wird die Welt zu deiner Region. Es ist für dich nicht nur einfacher, Kunden zu finden, sondern auch Vertriebs- und Kooperationspartner. Und dieses Prinzip geht fast mit allem. Ein reales Beispiel: Meine Leidenschaft ist es, Menschen zu unterstützen, ihr Potenzial zu entfalten. Als Spielforscher habe ich 12 Elemente von Spielen abgeleitet, die du auf dein Leben übertragen kannst. Tust du das, fühlt sich dein Leben wie ein Spiel an und du kannst dein Potenzial entfalten, deine Einzigartigkeit leben. Vielleicht bist du genau dank dieses Blog-Artikels auf mich gestossen und beschliesst, mit mir zusammenzuarbeiten, um beispielsweise mehr Klarheit zu erlangen darüber, was deine Einzigartigkeit überhaupt ausmacht, welche Leidenschaften du hast. Ohne Blog, ohne Internet wärst du vermutlich nie auf mich gestossen.

Nein, unsere Vorfahren waren nicht einfach dumm, dass sie links gestartet sind und zuerst finanzielle Sicherheit gesucht haben, anstatt sich um ihre Einzigartigkeit zu kümmern. Es war damals einfach verflixt schwierig, von rechts zu starten. Ihnen fehlte das Internet. Und vielfach waren die finanziellen Möglichkeiten damals auch noch schlechter als heute. Nebenbei: Wer seine Leidenschaft lebt und auf Konsum als Ersatzbefriedigung verzichten kann, braucht deutlich weniger Geld.

Ihnen blieb, eine bestehende Arbeitsstelle zu erobern. Heute steht uns das ganze Spektrum offen: Wir können eine Arbeitsstelle annehmen oder uns unseren eigenen Job designen. 

Lebe deine Einzigartigkeit – 5 ultimative Gründe

Nochmals: Was ist das Paradigma der digital geprägten Gesellschaft?

Als Paradigma der industriell geprägten Gesellschaft habe ich die Leistungsorientierung ins Rennen geschickt. Als Paradigma der digital geprägten Gesellschaft nominiere ich die – traraaa – Spielorientierung.

Lass mich das ganz kurz erklären:

1

Gemäss meiner Definition ist ein Spiel eine selbstbestimmte Herausforderung, deren Ziel einzig in der Herausforderung liegt. Nur du kannst für dich bestimmen, was für dich ein Spiel ist. Das Spiel muss aus dir herauskommen. Das ist ganz rechts in der Skala. Du tust etwas, einfach aus Freude. Dann fühlt sich die Aktivität nicht wie Arbeit an, sondern wie ein Spiel.

2

Spielen ist der natürliche Zustand des Menschen. Das Urmenschliche. Der Mensch ohne Leistungsprogrammierung. Und ja, das gilt auch für Erwachsene. Falls sich da Widerstand in dir regt, und du das Gefühl hast, Spielen ist etwas für Kinder und Erwachsene sollen Leistung erbr... Fällt dir etwas auf? Richtig, das war die Leistungsprogammierung der Industrialisierung.

3

Die digital geprägte Gesellschaft ist weiter geprägt durch eine extrem hohe Dynamik. Sicherheit gibt es kaum noch. Was gestern Top war, kann morgen niemanden mehr interessieren (Nokia oder Kodak können davon ein Lied singen). Beim Spielen sind wir uns gewohnt, mit dieser Unsicherheit umzugehen, denn da ist die Unvorhersehbarkeit ein wichtiges Element.

Wenn du dein Leben nach den Prinzipien des Spiels ausrichtest, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du nicht nur erfolgreich sein wirst, sondern dich zufrieden fühlst. Du kannst dein Potenzial entfalten, deine Persönlichkeit entwickeln und dich aus den Klauen der grauen Herren befreien. Freue dich auf ein rundes, buntes Leben jenseits von Erwartungen Dritter, die du erfüllen solltest. Ein rundbuntes Leben.

Ist das jetzt ein Freibrief für uneingeschränkten Egoismus?

Ganz klar: Nein. Mir scheint zentral, dass du deine Einzigartigkeit lebst, dein Spiel spielst. Dass du nicht in eine Norm gepresst wirst, die dein Potenzial beschneidet. Dass du nicht gezwungen wirst, etwas zu tun, was sich für dich eher wie Arbeit und weniger als ein Spiel anfühlt.

Umgekehrt bedeutet das, dass du auch die Einzigartigkeit deiner Mitmenschen respektierst und sie ihr Spiel spielen lässt. Sonst geht die Rechnung nicht auf.

Du bist immer äusseren Zwängen unterworfen, Gesetzen, Familienregeln, Unternehmensstrukturen. Sobald du dich für ein Spiel entschieden hast, bist du an die Spielregeln gebunden. Die Einzigartigkeit zu leben, bedeutet nicht, nicht zu müssen. 

Grenzen einhalten ist auch eine wichtige Lektion für Kinder. Wir Erwachsenen können uns aber immer fragen: Muss diese Grenze, diese Regel sein? Oder gebe ich einfach meine eigenen Begrenzungen weiter und hindere das Kind so, sich zu entfalten und sein Spiel zu spielen?

Niemand soll das Leben eines Mitmenschen derart bestimmen dürfen, dass dieser sich nicht entfalten kann.

Aber: Wenn du ganz bei dir bist, verspürst du gar keinen Drang mehr, dich in das Leben anderer einzumischen. Bei sich sein ist die gesunde Form des Egoismus.

PS: Wünschst du dir mehr Klarheit über deine Einzigartigkeit? In diesem Artikel habe ich 7 Methoden gesammelt, durch die du mehr über dich erfahren kannst. 


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Kommentare

  • Hallo Nando,
    ich nehme mir deinen Beitrag sehr zu Herzen. Ich kann noch nicht ganz glauben, einzigartig zu sein. Einerseits fühlt sich der Gedanke, einzigartig zu sein, unglaublich gut und befreiend an. Andererseits fühle ich auch Skepsis und Misstrauen. Gleichzeitig steh ich mir oft selbst im Weg, weil ich mir Anerkennung hauptsächlich vom Außen wünsche. An deinen dritten Grund denke ich deshalb nun besonders. Herzlicher Gruß

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    Sehnst du dich nach der Leichtigkeit von damals, als du als Kind spielend das Viertel unsicher gemacht hast?

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