Spielen im Wald
Spielende Kinder am Wasser
Glückliche spielende Kinder

Spielen ist wichtig: Die 10 wichtigsten Gründe

Spielen ist der Grundmodus des Menschen. Spielen hat viele Zwecke: Eindrücke verarbeiten, lernen, sich selbst kennenlernen, ein gesundes Selbstvertrauen entwickeln, Resilienz stärken und weiteres mehr. In diesem Artikel sind die wichtigsten Gründe zusammengestellt, weshalb Spielen wichtig ist. 


Spielen ist der Grundmodus des Menschen

Was ist Spielen?

Trotz jahrhundertelangen Überlegungen und Forschungen hat sich bis heute keine Definition des Spiels durchgesetzt, die allen Facetten des Spiels gerecht wird. Das hat mehrere Gründe.

Zum einen durchläuft das Spiel im Laufe eines Menschenlebens viele Stadien. Ein Säugling spielt anders als eine Fünfjährige, ein Zehnjähriger anders als Erwachsene.

Zum zweiten durchläuft das Spiel kulturelle Veränderungen. Vermutlich denkst du bei "Spiel" an Fussball, Monopoly oder World of Warcraft. Die meisten heutigen Spiele entstanden in der industrialisierten Zeit. Sie sind entsprechend wettbewerbs- und leistungsorientiert.

Spiele sind aber – drittens – enorm bunt. In unserer Sprache haben sich beispielsweise Wörter wie Kartenspiel, Computerspiel, Glücksspiel, Denkspiel, Intrigenspiel, Machtspiel, Musikspiel, Schauspiel, Gastspiel, Festspiel, Liebesspiel, Windspiel, Wortspiel und Spieluhr festgesetzt. Und wenn wir Kinder beim Spielen beobachten, dann lassen sich unendlich viele Tätigkeiten aufzählen wie Verstecken spielen, auf Bäume klettern, Hütte bauen usw. Eigentlich alles, was Kinder von sich aus tun, würden wir der Kategorie Spiel zuordnen.

Manche Kinder spielen Putzen. Dann schnappen sie sich vielleicht einen Besen und wischen das Zimmer. An einem anderem Tag verlangen ihre Eltern, dass sie ihr Zimmer putzen. Dann tun sie zwar das selbe, aber es fühlt sich für sie nicht wie ein Spiel an. Entscheidend ist die Haltung, nicht die Tätigkeit.

Was nun ist ein Spiel? Was ist der Hut, unter den alle diese Tätigkeiten passen? Bislang gibt es keine Definition, die sich auf breiter Basis durchgesetzt hat.

In der Folge beziehe ich mich deshalb auf eine eigene Definition:

Ein Spiel ist eine selbstbestimmte Herausforderung mit einem Ziel, das in der Herausforderung selbst liegt.

Somit umfasst das Spiel drei Komponenten:

1

Die Tätigkeit ist selbstgewählt. Nur du kannst für dich entscheiden, was sich für dich als Spiel anfühlt. Musst du spielen, ist das Spiel für dich schon vorbei.

2

Die Tätigkeit ist herausfordernd. Sie passt somit perfekt zu deinen Fähigkeiten zu diesem Zeitpunkt. Würde dich die Tätigkeit langweilen oder überfordern würde sie sich für dich nicht wie ein Spiel anfühlen.

3

Das Ziel liegt in der Herausforderung drin. Du spielst nicht, um eine bestimmte Leistung zu erfüllen oder eine Pendenz abzuhaken. Du spielst, um des Spiels willen, weil es dir Spass bereitet.

Spielen ist wichtig! Die 10 wichtigsten Gründe

Diese drei Komponenten zeigen, wie wichtig die Haltung ist.

Spielt ein Kind Bodenwischen, hat das Kind diese Tätigkeit selbst gewählt (Punkt 1). Sie fordert das Kind in diesem Moment heraus, sonst würde das Kind sie nicht wählen. Wer wählt schon freiwillig eine Tätigkeit, die als langweilig oder überfordernd empfunden wird? Punkt 2 trifft zu. Und das Kind wählt die Tätigkeit, weil es Spass an dieser Tätigkeit hat. Es gibt kein anderes Ziel (Punkt 3).

Muss ein Kind das Zimmer wischen, ist das nicht eine selbst gewählte Tätigkeit (Punkt 1). Kinder werden erst dann zum Boden wischen angehalten, sobald es das kann. Also wenn es das früher meist spielerisch gelernt hat. Somit ist diese Tätigkeit keine Herausforderung mehr (Punkt 2). Und das Ziel des Auftrages ist es, nachher einen sauberen Boden zu haben. Das Ziel liegt also ausserhalb der Herausforderung. Es geht nicht einfach darum, Spass am Bodenwischen zu haben. Punkt 3 ist somit auch nicht erfüllt. 

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Spielen ist der Urzustand der Menschen

Wenn Kinder nichts tun müssen, spielen sie meistens. Dasselbe gilt für Erwachsene. Doch die meisten Menschen in der industrialisierten Gesellschaft wurden auf Leistung getrimmt. So haben sie sich von sich und ihrem Urzustand entfernt. Hier habe ich diesen Prozess ausführlich beschrieben.

Die Verspieltheit ist das Mittel, das wir von der Natur erhalten haben, um zu lernen, uns zu entwickeln, unser Potenzial zu entfalten und uns glücklich zu fühlen.

Mittlerweile verdichten sich die Hinweise, dass dieser natürliche Zustand der beste ist für das Wohlbefinden. Nachfolgend sind 10 Gründe gelistet, weshalb Spielen zentral ist.

10 Gründe, weshalb Spielen wichtig ist


Glückliche Kinder

1. Spielen ist wichtig um glücklich zu sein

Kinder fühlen sich beim Spielen am glücklichsten. In den letzten Jahrzehnten hatten sie immer weniger Zeit dafür - mit verheerenden Auswirkungen.

Seit ca. 1950 spielen die Kinder immer weniger frei und unkontrolliert von Erwachsenen. Dieser Trend verstärkte sich in den letzten Jahrzehnten weiter. 1990 spielten noch rund drei Viertel aller 6-13-Jährigen in Deutschland täglich draussen. 2003 war es weniger als die Hälfte der 6-13-Jährigen.

Mehrere Gründe sind dafür verantwortlich. So wurden Kleinfamilien zur Norm und damit sinkt auch die Chance, draussen andere Kinder zum Spielen treffen zu können. Weiter kontrollieren und behüten Eltern ihre Kinder stärker und binden sie in zahlreiche förderorientierte Freizeitprogramme ein. Und zum Dritten nimmt das schulische Umfeld immer mehr Zeit ein.

Eine Untersuchung in den USA zeigte, dass 6-8-jährige Kinder 1997 durchschnittlich 18% mehr Zeit in der Schule verbrachten, und 145% länger beim Hausaufgaben machen verbringen als 16 Jahre zuvor. Hingegen zeigen Untersuchungen, dass Videospiele kein Grund sind für die Abnahme des freien Spiels.

Eine Studie zeigt, dass Kinder beim freien Spielen am glücklichsten sind und in der Schule sowie beim Lösen von Hausaufgaben am unglücklichsten. Können Kinder immer seltener frei spielen, hat das Auswirkungen auf die Gesundheit. 1989 gaben über 40 Prozent der 14-16-Jährigen an, unter grossen Anspannungen zu leben und über ein Viertel sagte aus, das Leben sei die meiste Zeit eine Belastung für sie.

Vierzig Jahre zuvor hatten lediglich 16 Prozent angegeben, unter grossen Anspannungen zu leben und weniger als 10% hatten ihr Leben als Belastung empfunden. Diese unglücklichen Gefühle können Ängste und Depressionen auslösen.

Dieser Blog-Beitrag widmet sich vertieft dem Glücklichsein.


2. Spielen ist wichtig, um sich selbst zu kennen

Spielen wir, leben wir uns unsere Interessen und Talente. Wir kennen uns. Ansonsten entfernen wir uns von uns, was zu Krankheiten führen kann.

Spiele sind Aktivitäten, die uns gerade interessieren und herausfordern. Wir spielen freiwillig und nur wir bestimmen, was für uns ein Spiel ist. Jemand mag eine Hütte bauen, jemand anders Klavier spielen. Spielen wir, folgen wir unseren Interessen. Wir wissen, was wir tun wollen.

Kinder probieren spielend ganz viele Aktivitäten aus. So prüfen sie unbewusst, ob ihnen diese Tätigkeiten Spass bereiten. Sie lernen sich so immer besser kennen.

Werden Kinder am Spielen gehindert, indem sie etwa Erwartungen von Eltern oder Pflichten für die Schule erfüllen müssen, lernen sie auf diese Stimmen mehr zu hören als auf ihre eigenen Bedürfnisse. Sie verlernen, was sie wollen und welche Talente sie haben. Dies führt dazu, dass sie nicht ihr Leben leben. Erfahrungen zeigen, dass dies zu Antriebslosigkeit und zu Burnout und Erschöpfungen führen kann.

Mädchen mit Spiegel
Lernendes Kind

3. Spielen ist wichtig für nachhaltiges Lernen

Spiele sind Herausforderungen, an denen wir wachsen. Wir sind mit vollen Emotionen dabei, was sich positiv auf den Lernerfolg auswirkt.

Da wir Spiele freiwillig wählen, stellen sie immer Herausforderungen für uns dar. Aktivitäten, die uns langweilen oder die uns überfordern, würden wir nicht als Spiele bezeichnen. Spiele sind also Aktivitäten, die unseren Fähigkeiten entsprechen. Haben wir die Herausforderung des Spiels gemeistert, haben wir gelernt. Spielen ist Lernen.

Beim Spielen sind Menschen mit hoher Motivation und mit tiefen Emotionen dabei. Das Lernen ist tiefer, wir können das Gelernte leichter behalten und Konzepte besser anwenden, als wenn wir etwas lernen müssen. Zusätzlich lernen wir beim Spielen mit Unsicherheiten umzugehen, Probleme kreativ zu lösen, zu improvisieren, experimentieren, verhandeln, entscheiden und vieles mehr.

Insgesamt lernen wir beim Spielen also deutlich nachhaltiger, als wenn wir beispielsweise in einer Schule nach einem vorgegebenen Lehrplan lernen.

Mehr über das spielerische Lernen findest du in diesem Artikel.


Quellen: 

- John Erpenbeck & Werner Sauter: So werden wir lernen!: Kompetenzentwicklung in einer Welt fühlender Computer, kluger Wolken und sinnsuchender Netze. Auflage: 2013. Wiesbaden : Springer Gabler, 2013
- Peter Gray: Befreit Lernen. Wie Lernen in Freiheit spielend gelingt*. 2015.
- Peter Gray: The Decline of Play and the Rise of Psychopathology in Children and Adolescents. In: American Journal of Play 3 (2011), Nr. 4, S. 443–463
- Gerald Hüther: Die neurobiologische Verankerung von Erfahrungen. In: Elsner, Norbert (Hrsg.) ; Lüer, Gerd (Hrsg.): Das Gehirn und sein Geist. 3., Aufl. Göttingen : Wallstein Verlag, 2000, S. 105–121
- Hanna Kiper & Wolfgang Mischke: Selbstreguliertes Lernen - Kooperation - Soziale Kompetenz: Fächerübergreifendes Lernen in der Schule. Stuttgart : Kohlhammer, 2008
- Johnmarshall Reeve: Self-Determination Theory Applied to Educational Settings. In: Deci, Edward L. (Hrsg.) ; Ryan, Richard M. (Hrsg.): Handbook of Self- Determination Research. Rochester, NY : The University of Rochester Press, 2002, S. 183–203
- Harald Welzer: Lustvoll lernen. Ergebnisse der Hirnforschung. In: Bucher, Anton A. (Hrsg.) ; Lauermann, Karin (Hrsg.) ; Walder, Elisabeth (Hrsg.): Leistung - Lust & Last. Erziehen in einer Wettbewerbsgesellschaft. Wien : öbv hpt, 2005, S. 45–60

4. Spielen ist wichtig, um ein gesundes Selbstvertrauen zu entwickeln

Meistern Kinder spielerisch Herausforderungen, wirkt sich das positiv auf ihre Selbstvertrauen aus.

Beim Spielen widmen Kinder sich Aktivitäten, die ihrem aktuellen Kompetenzstand entsprechen. Sie fühlen sich intuitiv zu einer Herausforderung hingezogen, von der sie ahnen, dass sie diese meistern können. Sie wählen keine unterfordernde Tätigkeit und sie wählen auch keine, von der sie sich überfordert fühlen.

Vielleicht benötigen sie einige Anläufe, bis die Herausforderung gemeistert ist. Zum Schluss ist es aber meistens geschafft. Ein Gefühl des "ich habs gepackt, ich kann das" breitet sich aus. Diese Erfahrungen sind wichtig, um ein gesundes Selbstvertrauen aufzubauen.

Im Gegensatz dazu stehen Erfahrungen von Aufgaben, die Dritte an sie herangetragen haben, beispielsweise in der Schule. Die einen fühlen sich unterfordert und können nicht wachsen daran. Die anderen fühlen sich überfordert, was ein Gefühl des Versagens hinterlässt. In beiden Fällen entwickelt sich kein gesundes Selbstvertrauen und in letzterem gar nicht selten Versagensangst, so dass sie sich immer weniger zutrauen.


Quelle: 

- David Whitebread: The importance of Play. 2012

Kind mit gesundem Selbstvertrauen
Potenzialentfaltung

5. Spielen ist wichtig, um das Potenzial zu entfalten

Es gibt nur eine Möglichkeit, die eigenen Veranlagungen, die Talente, das Potenzial zu entfalten: Spielen.

Beim Spielen sind wir ganz bei uns und unseren Fähigkeiten. Sobald wir Anforderungen von Dritten gerecht werden sollen, entfernen wir uns von uns. Wir tun nicht mehr, was unseren Veranlagungen, unserer Einzigartigkeit entspricht, sondern was andere von uns fordern. 

Unser Potenzial entfalten wir nur, wenn wir Herausforderungen meistern, die unserem Innersten entspringen. Die also unseren Interessen und unseren Fähigkeiten entsprechen.

Spielen ist Potenzialentfaltung!


Quellen: 

- Peter Gray: The Decline of Play and the Rise of Psychopathology in Children and Adolescents. In: American Journal of Play 3 (2011), Nr. 4, S. 443–463
- Remo Largo: Das passende Leben: Was unsere Individualität ausmacht und wie wir sie leben können*. 2017.

6. Spielen ist wichtig, um Emotionen regulieren zu lernen

Spielende Kinder suchen Herausforderungen, die auch leichte Ängste auslösen. Sie lernen, diese Emotionen auszuhalten.

Kinder suchen beim Spielen Herausforderungen. Oft lösen die Herausforderungen leichte Ängste aus. Kinder können sich selbst sehr gut einschätzen und wissen, welche Risiken sie eingehen. Sie wählen Herausforderungen, die sie meistern, Ängste, denen sie begegnen können.

Durch das Spiel lernen Kinder, Emotionen wie Ängste, Trauer, Wut oder Scham auszuhalten. Ohne Spiel können psychische Probleme wie Angstzustände, Depression, Ohnmachtsgefühl und Narzissmus viel leichter entstehen.


Mädchen klettert auf Baum
Anpassungsfähig wie ein Chamäleon

7. Spielen ist wichtig, um eine starke Resilienz zu entwickeln

Beim freien Spielen passen sich Kinder ständig neuen Situationen an. Das erhöht die Anpassungsfähigkeit und somit die Resilienz.

Eine wesentliche Komponente von Spielen ist das Unvorhersehbare. Beim Spielen wissen wir nicht, was als nächstes geschieht. Beispielsweise beim Volleyball können wir nie sicher sein, wohin genau der Ball springt, ob er geblockt wird, ob er die Mitspielerin erreicht. Genau das macht den Reiz des Spiels aus. Wären Spiele berechenbar, wären sie langweilig und somit keine Spiele mehr.

Das verlangt von den Spielenden, sich ständig wie ein Chamäleon der neuen Situation anzupassen. Je häufiger Kinder spielen, desto anpassungsfähiger werden sie. So können sie sich besser auf Krisensituationen einstellen und werden resilienter.


Quelle: 
- David Whitebread: The importance of Play. 2012

8. Spielen ist wichtig, um Eindrücke zu verarbeiten

Nach eindrucksvollen Erlebnissen spielen Kinder oft Szenen des Erlebten nach, um sie in Ruhe zu verarbeiten.

Eltern kennen das gut: Ihr Kind kommt von einem emotional anstrengenden Tag nach Hause und beginnt sogleich zu spielen. So durchleben Kinder eine Szene, die ihnen vielleicht Angst gemacht hat oder für sie neu war nochmals und verarbeiten das Wahrgenommene.

Es ist wichtig, diesem Spiel Platz zu geben und es gegebenenfalls zu unterstützen indem ein Symbolspiel begonnen wird, das dem Kind die Möglichkeit gibt, die Ängste und Unsicherheiten zu lösen. 

Eindrücke verarbeiten
Spielen schafft Nähe: Kinder umarmen sich

9. Spielen ist wichtig für tiefe Beziehungen

Beim Spielen sind Menschen völlig bei sich, völlig authentisch. Wer miteinander spielt, baut enge Beziehungen und Bindungen auf.

"Beim Spiel kann man einen Menschen in einer Stunde besser kennenlernen, als im Gespräch in einem Jahr" soll Platon so oder ähnlich gesagt haben.

Beim Spielen fühlen wir uns verbunden und wohl. Wir spüren, dass Mitspielende uns nicht bös wollen, dass sie auch nur Freude haben möchten.

Spielen kann herausfordernde Situationen in Nichts auflösen. Schaffen es Eltern etwa, einen Konflikt mit ihrem Kind spielerisch anzugehen, ist dies die beste Voraussetzung, die Situation zu entspannen anstatt sie eskalieren zu lassen. Regelmässige Spiele zum Abbau von Ängsten und Wut lassen Konfliktsituationen viel weniger entstehen und führen zu einem friedlicheren Zusammenleben.

Auch bei der Arbeit ist ein flotter Spruch, ein Augenzwinkern oft wirkungsvoller als eine Standpauke. Kritisiert uns jemand mit einem Augenzwinkern, können wir die Kritik besser annehmen und sind weniger versucht, auf Konfrontation zu gehen. Das Zwinkern signalisiert uns, dass die Kritik nicht böse gemeint ist.

10. Spielen ist wichtig für die digital geprägte Zukunft

In der digital geprägten Welt üben Menschen kreative Problemlöse- und soziale Tätigkeiten aus. Genau dies lernen wir beim Spielen.

Die industrialisierte Welt war durch Tätigkeiten geprägt, die in Einzelschritte zerlegt wurden (Taylorismus). Routinetätigkeiten. Es war wichtig, dass Menschen lernten, Anweisungen genau befolgen zu können, um ein wirkungsvolles Rädchen in der Maschinerie zu sein.

In der digitalisierten Welt können Schritt-für-Schritt-Abfolgen von Algorithmen übernommen werden. Und weil Algorithmen vielfach kostengünstiger sind als Menschen, werden solche Tätigkeiten auch an Algorithmen ausgelagert.

Neu geschaffene Stellen umfassen zumeist hohe Anteile an Probemlösefähigkeit, Kreativität und Sozialkompetenz. Fähigkeiten, die Computer (noch) kaum beherrschen. Fähigkeiten, wie wir sie vom Spielen kennen und durch Spielen ausbilden.

Hier gehe ich ausführlich auf die Auswirkungen der digitalen Transformation auf Lernen und Arbeiten ein.


Quelle: 

- David Whitebread et al.: Play, cognition and self-regulation: What exactly are children learning when they learn through play? Educational and Child Psychology, 2009, 26(2), 40-52.

Digital geprägte Welt

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Sehnst du dich nach der Leichtigkeit von damals, als du als Kind spielend das Viertel unsicher gemacht hast?

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